Internationaler Mädchentag am 08.10.2018 im Haus der Kulturen: „Kinder haben Rechte – Mädchen haben Rechte – Jungen haben Rechte“

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Zum „internationalen Mädchentag“, der am Montag, den 08.10.2018, in der Zeit von 15.00 bis 17.00 Uhr im Haus der Kulturen begangen wird, wird mit Mädchen und Jungen der Frage nachgegangen: „Was ist sexueller Missbrauch?“

Mädchen und Jungen entdecken ihren Lebensraum mit einer oft unerschöpflich erscheinenden Neugier. Sie zeigen spontanes Interesse für nahezu alles, was um sie herum und mit ihnen geschieht und lernen so Schritt für Schritt, sich in der Welt zurechtzufinden. Sie sind darauf angewiesen, dass Erwachsene sie in ihrer Entwicklung anregen, unterstützen, begleiten und ihre Bedürfnisse nach Liebe, Zärtlichkeit und Schutz erfüllen. Kinder und Jugendliche müssen darauf vertrauen können, dass Erwachsene dieser Aufgabe gerecht werden. Nutzen Erwachsene oder Jugendliche Kinder zur Befriedigung der eigenen sexuellen Interessen und Bedürfnisse aus, so wird deren Vertrauen zutiefst verletzt, ihre Entwicklung grundsätzlich gefährdet. Der Begriff sexuelle Ausbeutung ist der weitergehende Begriff für sexuellen Missbrauch, denn auch sexuelle Übergriffe werden als sexuelle Ausbeutung bewertet…Eine liebevolle und zärtliche Beziehung zu einem Kind hat nichts mit sexueller Ausbeutung gemein. Ausdrücklich geht es um eine Instrumentalisierung des Mädchens/Jungen für die Befriedigung der Bedürfnisse des Erwachsenen oder älteren Jugendlichen. Sexualisierte Gewalt gegen Mädchen und Jungen fängt bei heimlichen, vorsichtigen Berührungen, verletzenden Redensarten und Blicken an und reicht bis hin zu oralen, vaginalen oder analen Vergewaltigungen und sexuellen Foltertechniken.

Mädchen und Jungen werden sexuell ausgebeutet, z.B. wenn

• sie anzügliche Blicke oder Bemerkungen über ihre Körper über sich ergehen lassen müssen,
• sie veranlasst werden, Zungenküsse zu geben,
• sie Erwachsene oder Jugendliche nackt betrachten sollen – live oder im Internet,
• sie pornographische Bilder ansehen müssen,
• ihnen der Vater, Bruder oder jemand anderes scheinbar zufällig sein erigiertes Glied zeigt,
• sie an Po, Scheide, Brust und Penis berührt werden,
• sie Erwachsene oder Jugendliche mit der Hand oder dem Mund befriedigen sollen,
• sie oral, anal oder vaginal – z.B. mit Gegenständen – vergewaltigt werden,
• sie an pornographischen Aufnahmen mitwirken sollen oder prostituiert werden,
• ein Erwachsener oder Jugendlicher sie mit ihnen zu sexuellen Handlungen verabredet.

Kein Kind darf benachteiligt werden. Kinder haben das Recht, zu lernen. Kinder haben das Recht, bei ihren Eltern zu leben ... Diese und viele weitere Rechte sind in der Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen festgehalten. Die Zartbitter-Präventions- und Beratungsarbeit wird zu weniger als 50% öffentlich gefördert. Ein großer Teil der Arbeit wird über Spenden finanziert.

www.zartbitter.de

Kontakt und Anmeldung:
Gleichstellungs- und Integrationsbeauftragte
Karin Wilke
Tel.: 04791/17353
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Mitarbeiterinnen vom Haus der Kulturen
Tel.: 04791 / 8079728