Ausstellung „Auf der Flucht – Frauen und Migration“
Einladung zur Eröffnung der Leihausstellung am 15.05.2018 im Haus der Kulturen

Ausstellung „Auf der Flucht – Frauen und Migration!“ im Haus der Kulturen

Familientag2018 it 4

Die Ausstellung wird am Dienstag, den 15.05.2018, während des „Internationalen Familientages“ um 15.00 Uhr im Haus der Kulturen eröffnet.

Weltweit sind etwa die Hälfte aller Flüchtlinge Mädchen und Frauen – derzeit also rund 30 Millionen. Wenn sie ihre Heimat verlassen müssen, erleben sie oft Gewalt und Diskriminierung. Flucht, Vertreibung und Asyl sind Themen unserer täglichen gesellschaftlichen Diskussion. Neun Fotograf*innen haben das Leben von Frauen dokumentiert, die geflohen sind. Sie schildern den Alltag in den Flüchtlingslagern und die schwierige Suche nach einer neuen Heimat. Mit der Leih-Ausstellung können Sie vor Ort zur Diskussion anregen und den Dialog befördern.

Informationen zur Ausstellung "Auf der Flucht - Frauen und Migration"

Das 13-jährige Mädchen erntet bei über 40 Grad Celsius Gemüse. In die Schule kommt sie nur selten, denn ihre derzeitige Heimat ist ein Zeltlager. Der Münchner Fotograf Erol Gurian dokumentiert in seiner Reportage „Bekaa Blues“ das Leben der Flüchtlinge im Libanon. Die junge Frau ist eine von rund 400.000 syrischen Menschen, die in einem „informal Settlement“, einer Zeltstadt, mit Unterstützung des UNCHR-Hilfswerks untergekommen sind. Vor allem die Mädchen leben dort in prekären Situationen. Sie müssen auf dem Feld arbeiten, wo sie nur halb so viel verdienen wie ihre männlichen Kollegen, werden häufig bedroht, vergewaltigt oder im Alter von zwölf Jahren verheiratet, um die finanzielle Situation der Familien aufzubessern. Mädchen und Frauen, die ihre Heimat verlassen müssen, gehen einen Weg voller Grausamkeit, Gewalt und Diskriminierung. Der Martin-Lagois-Fotowettbewerb 2016 widmet sich diesen Frauen. Die Wanderausstellung „Auf der Flucht: Frauen und Migration“ schlägt einen weiten Bogen. Sie erzählt von Frauen, die in der Heimat zurückgeblieben sind, sich auf der Flucht befinden oder Asyl gefunden haben in einem fremden Land.

Familientag2018 it 5

Oft sind es die Frauen, die am wenigsten zu verlieren haben und am meisten zu gewinnen. Der fränkische Fotograf Heiko Roith wollte wissen, woher die Asylbewerber stammen, und begab sich mit schusssicherer Weste und Leibwächter nach Syrien. Seine Begegnungen mit Frauen hat er in eindrucksvollen Bilder festgehalten. Die Fotografin Sonja Hamad stammt selbst aus Syrien. Sie porträtiert kurdische Frauen, die sich dem traditionellen patriarchalischen System verweigern – und stattdessen für ihre Freiheit kämpfen.

Die Wanderausstellung präsentiert das Werk von neun verschiedenen Fotografinnen und Fotografen, die sich selbst auf die Reise begeben haben, um sich mit dem Schicksal der Frauen zu beschäftigen. Die Schau entstand im Rahmen des Martin-Lagois-Fotowettbewerbs 2016, der unter der Schirmherrschaft der Ständigen Vertreterin des Landesbischofs, Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler, steht.

Die Tafeln der Ausstellung
Sonja Hamad: Jin, Jiyan, Azadi - Frauen, Leben, Freiheit
Erol Gurian: Bekaa Blues: Vom Leben syrischer Flüchtlingsmädchen im Libanon
Heiko Roith: Gesichter Syriens
Maria Litwa: Jesidische Frauen im Irak
Hatice Ogur: Kurdische Frauen im Irak
Emine Akbaba: Syrische Frauen in der Türkei
Sibylle Fendt: Deutsches Flüchtlings(krisen)land
Nathalie Bertrams: Vergessene Frauen im Libanon
Frank Schultze: Befreiungsaktion für jesidische Frauen

Bezug:
Evangelischer Presseverband für Bayern e.V. (EPV)
Birkerstr. 22
80636 München
Telefon: +49 (0)89 12172-153
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Internet: www.epv.de

Kontakt:
Gleichstellungs- und Integrationsbeauftragte Karin Wilke
Tel.: 04791/17353, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Mitarbeiterinnen vom Haus der Kulturen
Tel.: 04791 / 8079728, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!