Wanderausstellung: „Der richtige Standpunkt: Gegen Gewalt an Frauen und Mädchen“ war im November im Rathaus zu sehen

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In der Zeit vom 15.11. bis 29.11.2017 war die Wanderausstellung des Verbundes der Niedersächsischen Frauen- und Mädchenberatungsstellen „Der richtige Standpunkt: Gegen Gewalt an Frauen und Mädchen“ im Foyer des Rathauses der Stadt Osterholz-Scharmbeck zu sehen. Offiziell eröffnet wurde die Ausstellung am Freitag, den 24.112017 durch Karin Wilke, der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Osterholz-Scharmbeck.

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Die WHO bezeichnet Gewalt gegen Frauen als eines der größten Gesundheitsrisiken weltweit. Nach aktuellen Untersuchungen hat jede vierte Frau im Alter von 16 bis 85 Jahren im Verlauf ihres Lebens mindestens einmal körperliche und / oder sexuelle Übergriffe durch einen Beziehungspartner erlebt.

Laut der aktuellen vom BMFSFJ in Auftrag gegebenen Studie „Gewalt gegen Frauen in Paarbeziehungen“ des IFF der Universität Bielefeld ist Gewalt gegen Frauen kein Problem sozialer Brennpunkte, sondern findet in allen gesellschaftlichen Schichten statt. Die Studie benennt gewaltsame Kindheitserfahrungen – als Opfer oder auch als Zeuginnen elterlicher Gewalt – als den stärksten Prädikator für die Betroffenheit von Frauen durch schwere Gewalt im späteren Erwachsenenalter. Ebenso zeigt die Studie eindringlich auf, welche Frauen vom Hilfesystem erreicht werden, wo aber auch noch Lücken bestehen. Sie fordert eine Öffentlichkeitsarbeit, die die Vielfalt von betroffenen Frauen im Blick hat, sowie eine Sensibilisierung der Gesellschaft zur Entstigmatisierung.

Diese Wanderausstellung soll einen Beitrag dazu leisten. Wir möchten eine breite Öffentlichkeit für das Thema sensibilisieren, Hilfsangebote aufzeigen, Zivilcourage fördern und präventive Angebote darstellen. Die Ausstellung gliedert sich in zwei Bereiche: •Fotos von Aussagen und Menschen, die sich an der Kampagne beteiligt haben – als positives Beispiel, wie jeder einzelne / jede einzelne sich gegen Gewalt gegen Mädchen und Frauen einsetzen kann. •Die Darstellung des Hilfe und Unterstützungsangebotes in Niedersachsen, Aufgaben und Angebote der Beratungsstellen des Verbundes, Formen und Folgen von Gewalt.

Zusätzlich gibt es eine Medienbox, in der die BesucherInnen verschiedene Spots zu unterschiedlichen Aspekten von Gewalt und der Verarbeitung anschauen können.

Kontakt:
Gleichstellungs- und Integrationsbeauftragte Karin Wilke
Tel.: 04791/17353; E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Mitarbeiterinnen vom Haus der Kulturen, Tel.: 04791/8079728;
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Internationaler Gedenktag „NEIN zu Gewalt an Mädchen und Frauen“ am 25.11.2017 Flagge zeigen!

freileben2017Rund um den 25.November, dem internationalen Gedenktag ´ „NEIN zu Gewalt an Mädchen und Frauen“, setzt TERRE DES FEMMES mit der Fahne „Frei leben – ohne Gewalt“ ein weithin sichtbares Zeichen gegen tägliche Gewalt an Mädchen und Frauen.

Die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Osterholz-Scharmbeck Karin Wilke beteiligt sich auch in 2017 an der Fahnenaktion und zeigt am 25. November „Flagge“ vor dem Osterholz-Scharmbecker Rathaus.

schweigenbrechenSchwerpunktthema des bundesweiten Hilfetelefons „Gewalt gegen Frauen“ ist „Schweigen brechen“ Gewalt gegen Frauen ist nach wie vor ein Tabu.

Viele Betroffene schweigen aus Angst und Scham, aber auch das Umfeld schaut oftmals weg. Unter dem Motto "WEG AUS DER GEWALT" ruft die diesjährige Mitmachaktion des bundesweiten Hilfetelefons dazu auf, das Schweigen zum Thema Gewalt gegen Frauen zu brechen. Betroffene sollen wissen, dass sie auf dem Weg aus der Gewalt nicht allein sind und dass es Unterstützungsangebote gibt. Jede und jeder Einzelne von uns kann sie darin bestärken, einen ersten Schritt zu wagen – weg aus der Gewalt, in ein neues Leben.

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Kontakt:
Gleichstellungs- und Integrationsbeauftragte Karin Wilke
Tel.: 04791/17353; E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Mitarbeiterinnen vom Haus der Kulturen, Tel.: 04791/8079728;
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Buchauslage während des KUNSTundKREATIV-Marktes am 23.11.2017 im Haus der Kulturen „Weil ein Aufschrei nicht reicht“ von Anne Wizorek

weileinaufschreiGegen Alltagssexismus und sexualisierte Gewalt: Anlässlich des Internationalen Tags gegen Gewalt an Frauen am 25. November wird das Buch der Autorin und Feministin Anne Wizorek "Weil ein Aufschrei nicht reicht - Für einen Feminismus von heute“ während des KUNSTundKREATIV-Marktes am 23.11.2017 im Haus der Kulturen auf einem Büchertisch zum „Tage gegen Gewalt an Frauen und Mädchen“ ausliegen und Kann ausgeliehen werden.

wizorekNicht zuletzt wegen der Vorfälle in der Kölner Silvesternacht ist das Thema Alltagssexismus in der öffentlichen Diskussion präsent. Besonders junge Frauen beklagen, dass sexuelle Belästigungen von Frauen gesellschaftlich als „normal“ angesehen und als Belanglosigkeit abgetan werden. Anne Wizorek thematisiert dies in ihrem Buch.

Autorin Anne Wizorek - Foto: Anne Koch

Kontakt:
Gleichstellungs- und Integrationsbeauftragte Karin Wilke
Tel.: 04791/17353; E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Mitarbeiterinnen vom Haus der Kulturen, Tel.: 04791/8079728;
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